Indianisches Pferdetraining und natürliches RAI-Reiten

 

Die Reitkunst der Indianer beruhte darauf, daß sie mit ihren Pferden zusammen lebten.

Anders als viele der heutigen Reiter, die Pferde als Sport- und Freizeitpartner nutzen, besaßen sie exzellente Kenntnisse über die Tierart Pferd im Allgemeinen und über ihr individuelles

Pferd im Besonderen. Dieses auf Beobachtung basierende Wissen wurde durch praktische Erfahrungen im Alltag ständig weiter entwickelt und von Generation zu Generation weitergegeben.

Jeder Indianer wußte, was er tun mußte, um von seinem Pferd als Herdenführer wahrgenommen zu werden und sich des Respekts und Gehorsams seines Pferdes sicher zu sein.

 

Die zentrale Aussage des Native Horsemanship lautet:

 

"Wenn dich dein Pferd als Herdenführer akzeptiert, wird es dir vertrauen und alles was im Bereich seiner angelegten Möglichkeiten liegt, freiwillig für dich und mit dir tun. Hierfür mußt du dich ihm eindeutig und in einer Sprache, die es versteht, verständlich machen können".

 

Die von uns unterrichtete und praktizierte RAI - Reitweise baut hierauf auf. Aktuelle, wissenschaftlich bewiesene Erkenntnisse über das Wesen, die Bedürfnisse und natürlichen Verhaltensweisen des Pferdes im Herdenverband wurden intergriert und sind die Basis unseres Umgangs mit Pferden. FRED RAI, der uns sehr inspiertiert, berücksichtigt aktuellste Forschungsergebnisse aus pferdebezogenen Wissenschaften ( Veterinärmedizin, Biologie, Verhaltensforschung) und integriert sie in die Lehre seiner Reitweise. Wissenschaftlich nicht zu rechtfertigende Selbstverständlichkeiten, etwa die Abhängigkeit von Gebissen und Allgegenwärtigkeit von Ausbindern, lehnt er ab, auch wenn sie in Reiterkreisen weit verbreitet sind.